Aufbewahrungsort Innsbruck, Universitäts- und Landesbibl., Cod. 670
Codex 255 Blätter, aus vier Teilen (Bl. 1-60; 61-155; 156-178; 179-255) zusammengebunden
Beschreibstoff Papier
Inhalt Bl. 1r-60r = Marquard von Lindau: 'Auszug der Kinder Israel', Teil I und II
Bl. 60v = leer
Bl. 61r-62r = Über die Zehn Gebote (Sammlung von kurzen Erläuterungen zu den Zehn Geboten mit Zitaten von Bibelstellen und von Kirchenvätern)
Bl. 62v = leer
Bl. 63r-150v = Marquard von Lindau: 'Dekalogerklärung', Fassung C
Bl. 151r-155v = Nikolaus von Dinkelsbühl: Gutachten 'De XXIV senioribus' (1420), dt. Übersetzung
Bl. 156r-178v = 'Speculum artis bene moriendi', dt. / 3: Rudolfs 3. oberdeutsche Übersetzung Wann (Seit einmal) der gang des todes (des todes gang) aus disem elende (aus dises gegenwirtigen elendes ermlichkeit / armut, aus der jamerkeit dis gegenwirtigen ellends)
Bl. 179r-255r = Marquard von Lindau: 'De Nabuchodonosor' (dt.), Originalfassung (i), Gruppe B (inc. Trahe me post te)
Bl. 255v = leer
Blattgröße 205 x 150 mm
Schriftraum ca. 140 x 100 mm (vgl. Moser Bl. 2)
Spaltenzahl 1
Besonderheiten Provenienz unbekannt (Neuhauser [u.a.] S. 412)
Entstehungszeit 15. Jh.; 1436 (Bl. 178v, betrifft Bl. 156r-178v)
Schreibsprache bair. (Moser Bl. 2); südbair. und mittelbair. (Horwege S. 18); alem. (Palmer S. 107, betrifft nur Bl. 156r-178v)
Abbildung Horwege S. 265, 266 [= Bl. 179r, 179v]
Literatur
  • Wieland Schmidt, Die vierundzwanzig Alten Ottos von Passau (Palaestra 212), Leipzig 1938 (Nachdruck New York 1967), S. 352-363 (mit Nennung dieser Hs. S. 352 als einzigem Textzeugen einer dt. Übersetzung des Gutachtens gegen die abergläubische Verehrung der vierundzwanzig Alten in Judenburg 1419).
  • Rainer Rudolf, Ars moriendi. Von der Kunst des heilsamen Lebens und Sterbens (Forschungen zur Volkskunde 39), Köln/Graz 1957, S. 79 mit Anm. 17 (ohne diese Hs.).
  • Dieter Girgensohn, Peter von Pulkau und die Wiedereinführung des Laienkelches. Leben und Wirken eines Wiener Theologen in der Zeit des großen Schismas (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 12), Göttingen 1964, S. 179 (bei Nr. 42).
  • Alois Madre, Nikolaus von Dinkelsbühl. Leben und Schriften. Ein Beitrag zur theologischen Literaturgeschichte (Beiträge zur Geschichte der Philosophie und Theologie des Mittelalters XL,4), Münster 1965, S. 260-263, mit Nennung dieser Hs. S. 262. [Madres Zusammenstellung der Überlieferung läßt nicht erkennen, ob sie weitere Textzeugen der dt. Übersetzung des Gutachtens umfaßt.]. [online]
  • Ronald Horwege, Marquard von Lindau: De Nabuchodonosor (Kritische Ausgabe), Diss. Indiana University (Bloomington, Indiana) 1971, S. 13, 18f., 41-43, 65, 125-257 (Edition mit Berücksichtigung dieser Hs.), 265f.
  • Nigel F. Palmer, Latein, Volkssprache, Mischsprache. Zum Sprachproblem bei Marquard von Lindau, mit einem Handschriftenverzeichnis der 'Dekalogerklärung' und des 'Auszugs der Kinder Israel', in: Spätmittelalterliche geistliche Literatur in der Nationalsprache, Bd. 1 (Analecta Cartusiana 106,1), Salzburg 1983, S. 70-110, hier S. 107; vgl. S. 74-76, 105.
  • Karin Schneider, 'Speculum artis bene moriendi', in: 2VL 9 (1995), Sp. 40-49, hier Sp. 43 (II.3.).
  • Walter Neuhauser u.a., Katalog der Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol in Innsbruck, Teil 7: Cod. 601-700 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, Denkschriften 414; Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters II,4,7), Wien 2011, S. 412-415.
Archivbeschreibung Maria Moser (1939) 6 Bll.
  Giesla Kornrumpf (München) / Ursula Stampfer (Innsbruck), Februar 2013

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