Aufbewahrungsort Cologny-Genf, Bibl. Bodmeriana, Cod. Bodm. 117
[früher Maihingen, Fürstl. Öttingen-Wallersteinsche Bibl., Cod. I.3.4° 2]
Codex 260 Blätter
Beschreibstoff Papier
Inhalt Bl. 1r-191v = 'Nibelungenlied' (a)
Bl. 191v-260r = 'Klage' (a)
Blattgröße 268 x 195 mm
Besonderheiten Besitzvermerk Bl. 260r: "Disez buch ist meister ian".
Entstehungszeit 2. Viertel 15. Jh. (Wetzel S. 155)
Schreibsprache bair. (Wetzel S. 156)
Abbildung
  • Farb-Abbildung des Codex
  • Wetzel Abb. 13 [= Bl. 1r]
Literatur
(Hinweis)
  • Friedrich Heinrich von der Hagen, Nibelungen. Wallersteiner Handschrift, in: Bericht über die zur Bekanntmachung geeigneten Verhandlungen der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Berlin 1854, S. 573-588 + Abb. [online]
  • Karl Bartsch, Kleine Mittheilungen, in: Germania 8 (1863), S. 36-51, S. 48-51. [online]
  • Edward Schröder, Die Maihinger Handschrift des Nibelungenliedes, in: ZfdA 64 (1927), S. 282f. [online]
  • Peter Jörg Becker, Handschriften und Frühdrucke mittelhochdeutscher Epen. Eneide, Tristrant, Tristan, Erec, Iwein, Parzival, Willehalm, Jüngerer Titurel, Nibelungenlied und ihre Reproduktion und Rezeption im späteren Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Wiesbaden 1977, S. 150f.
  • Karin Schneider, Deutsche mittelalterliche Handschriften der Universitätsbibliothek Augsburg. Die Signaturengruppen Cod. I.3 und Cod. III.1 (Die Handschriften der Universitätsbibliothek Augsburg II,1), Wiesbaden 1988, S. 88. [online]
  • René Wetzel, Deutsche Handschriften des Mittelalters in der Bodmeriana. Mit einem Beitrag von Karin Schneider zum ehemaligen Kalocsa-Codex (Bibliotheca Bodmeriana Kataloge VII), Cologny-Genève 1994, S. 155-158 und Abb. 13.
  • Joachim Bumke, Die vier Fassungen der 'Nibelungenklage'. Untersuchungen zur Überlieferungsgeschichte und Textkritik der höfischen Epik im 13. Jahrhundert (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte 8 [242]), Berlin/New York 1996, S. 177-181.
  • Klaus Klein, Beschreibendes Verzeichnis der Handschriften des Nibelungenliedes, in: Die Nibelungen. Sage - Epos - Mythos, hg. von Joachim Heinzle, Klaus Klein und Ute Obhof, Wiesbaden 2003, S. 213-238, hier S. 229.
Archivbeschreibung Karl Euling (1906) 2 Bll.
Ergänzender Hinweis Die mittelalterlichen Handschriften der Fürstl. Öttingen-Wallersteinschen Bibliothek waren von 1841 bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Maihingen, anschließend auf Schloß Harburg aufgestellt; einige der Handschriften sind vor allem in den Jahren 1933-1935, andere in jüngster Vergangenheit verkauft worden.
Klaus Graf äußerte 2009 angesichts der im Oberdeutschen ungewöhnlichen Namensform Ian die Vermutung, es könne sich um den in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts tätigen Münchner Maler Meister Jan handeln (online)
  Klaus Graf / jw, Juli 2009
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