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Editionsvorhaben zu mittelalterlichen deutschen Texten

Projekt: Otfrid von Weißenburg 'Evangelienbuch' Neuedition

Die hier zurVerfügung gestellten Informationen gehen auf Angaben der Herausgeber zurück. Eine Gewähr kann die DTM-Arbeitsstelle nicht übernehmen.
Name 
(ggf. Adresse)
Prof. Dr. Ernst Hellgardt
Institut Ludwig-Maximilian-Universität 
Institut für Deutsche Philologie
Schellingstr. 7
80799 München
Tel.: 089/ 21 80 62 01
Email/Kontakt ernst.hellgardt@germanistik.uni-muenchen.de
Homepage www.igl.uni-mainz.de
gemeldet seit 1973 im 11. Bericht (Germanistik 14)
Abschluß Die Bände I,1+2 und II, 1+2 sind abgeschlossen. Band III (Quellen) befindet sich noch im Stadium der Vorbereitung.
Allg. Informationen
(Mitarbeiter etc.)
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wolfgang Kleiber, Mainz.
Arbeitsgruppe München: Projektleiter: Prof. Dr. Ernst Hellgardt; wiss. Mitarbeiter: Dr. Elke Krotz; Hilfskraft: Nobert Kössinger
Projektbeschreibung Das Evangelienbuch Otfrids von Weißenburg (ca. 863-871) ist zweifellos die bedeutendste althochdeutsche Versdichtung. Diese erste Evangelienharmonie liegt, vom Autor handschriftlich durchkorrigiert, in teilautographischer Überlieferung vor (Hs. V: Wien 2687) - ein höchst seltener Glücksfall abendländischer Textüberlieferung. Neue paläographische, textgeschichtliche und historisch-exegetische Forschungsergebnisse fordern eine 'nova recensoi'. Die Großausgaben (J. Kelle, P. Piper und O. Erdmann, erschienen zwischen 1856-1882) erweisen sich als revisions- und ergänzungsbedürftig. Keine davon enthält den heute bekannten Otfrid-Text. Die Edition beruht auf der Neuautopsie der Überlieferung (VPFD) und stützt sich auf EDV. Ziel ist die diplpomatisch getreue Wiedergabe des vom Autor (Otfrid) approbierten Haupttextes V (Wien) sowie der beiden Handschriften P (Heidelberg) und D (Bonn etc.). Vorgesehen sind je eigene Text- und Apparatbände. Neu ist vor allem die eingehende Berücksichtigung zahlreicher bisher übersehener paläographischer (z. T. autographer) Textmerkmale. Dem Exegeten und Kommentator Otfrid, auf dem Hintergund der Tradition, gilt ein eigener Quellenband.