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Editionsvorhaben zu mittelalterlichen deutschen Texten

Projekt: Edition und Kommentierung der deutschen Versnovellistik des 13. und 14. Jahrhunderts


Die hier zurVerfügung gestellten Informationen gehen auf Angaben der Herausgeber zurück. Eine Gewähr kann die DTM-Arbeitsstelle nicht übernehmen.
Name 
(ggf. Adresse)
Prof. Dr. Klaus Ridder und Prof. Dr. Hans-Joachim Ziegeler
Institut Universität Tübingen Deutsches Seminar/Ältere Abteilung Wilhelmstr. 50 72074 Tübingen
Universität zu Köln Institut für Deutsche Sprache und Literatur I Albertus Magnus Platz 50923 Köln
Email/Kontakt klaus.ridder@uni-tuebingen.de
h-j.ziegeler@uni-koeln.de
Homepage Köln Tübingen
gemeldet seit 2010
Abschluß 2017
Allg. Informationen
(Mitarbeiter etc.)
DFG-Projekt; Mitarbeiter: Reinhard Berron, Uta Dehnert, Sandra Linden, Patrizia Späth (Universität Tübingen); Gudrun Felder, Manuela Gliesmann, Henrike Schaffert (Universität Köln)
Status 2. Arbeitsphase
Reihe
Projektbeschreibung Ziel des Projektes ist die Edition und Kommentierung der deutschen Versnovellistik ('Mären') des 13. und 14. Jahrhunderts. Es handelt sich um 172 Texte im Umfang von ca. 66.100 Versen (insgesamt sind ca. 176.700 Verse überliefert). Das Corpus umfasst die 113 von Heinrich Niewöhner für sein 'Neues Gesamtabenteuer' (NGA) vorgesehenen Texte, von denen aber nur ein erster Band mit 37 Stücken 1937 erschienen ist (2. Aufl. 1967 mit Lesarten). Dazu kommen 59 Stücke aus dem Überlieferungsumfeld, die aus einer dem Genre unangemessenen, rigoristischen Auffassung von literarischen Gattungen bislang ausgeschlossen waren. Aus pragmatischen Gründen sind Stücke ausgeschlossen, die in neueren Autor- und Corpusausgaben vorliegen. Einerseits soll also Heinrich Niewöhners unabgeschlossenes NGA zu Ende geführt werden, andererseits ist, da sich Ziele, Methoden und Technik der Edition seit Niewöhner weiterentwickelt haben, eine Erneuerung des ganzen Konzepts angezeigt (es sind daher auch die 37 Texte aus dem ersten Band des NGA neu zu bearbeiten). Ziel der Textherstellung ist eine Gebrauchsfassung, nicht die Rekonstruktion eines Autortextes oder eines Archetyps. Bei Einfachüberlieferung wird überlieferungsnah ediert, bei Mehrfachüberlieferung nach dem Leithandschriftenprinzip verfahren. Leithandschrift ist in der Regel der älteste Zeuge, während die Abweichungen der anderen Handschriften im kritischen Apparat festgehalten werden. Wenn Textversionen nicht mehr sinnvoll auf eine einzige Leithandschrift zurückbeziehbar sind, wird dieses Verfahren auf mehrere synoptisch parallel wiedergegebene Fassungen angewandt. Mit dem Abschluß der Edition wären nahezu alle deutschen novellistischen Verserzählungen des Mittelalters nach heutigen Editionsstandards verfügbar. Die deutschsprachige Versnovellistik könnte damit auf zuverlässiger Grundlage in die vergleichende Analyse der europäischen Versnovellistik einbezogen werden.