ProjektbezeichnungVorreformatorische Nürnberger Fastnachtspiele. Neuedition und Kommentierung
VerantwortlichProf. Dr. Klaus Ridder und Juniorprof. Dr. Martin Przybilski
InstitutionUniversität Tübingen
Deutsches Seminar/Ältere Abteilung
Wilhelmstr. 50
72074 Tübingen

Universität Trier
Fachbereich 2 - Germanistik
54286 Trier
E-Mailklaus.ridder@uni-tuebingen.de
przybils@uni-trier.de
URLhttp://www.germ.uni-tuebingen.de/abteilungen/mediaevistik/lehrstuhl-prof-dr-klaus-ridder/forschung-projekte/forschungsprojekte/fastnachtspiele.html
Gemeldet seit41. Bericht (Germanistik, 44, 2003)
Abschluss2011
Allg. InformationenMitarbeiter: Martina Schuler und Rebekka Nöcker (Universität Tübingen) sowie Mark Ritz bis September 2007; seit Oktober 2007 Hannes Greil und Theresia Biehl (Universität Trier).
ProjektbeschreibungDie germanistische und im weiteren Sinne kulturwissenschaftliche Forschung hat sich in den letzten drei Jahrzehnten intensiv mit Fastnachtspielen beschäftigt. Mit diesem anhaltenden und weiter wachsenden literarhistorischen Interesse hat die editorische Erschließung des Texttyps Fastnachtspiel jedoch nicht Schritt gehalten. Trotz ihrer zahlreichen Mängel muss für den allergrößten Teil der Spiele immer noch auf die Edition zurückgegriffen werden, die Adelbert von Keller in den Jahren 1853 bis 1858 herausgegeben hat. Eine Neuedition dieser Sammlung ist seit langem überfällig.
Ziel des Projekts ist daher die vollständige Neuedition und Kommentierung der vorreformatorischen Nürnberger Fastnachtspiele, d.h. der ‚Rosenplütschen Fastnachtspiele’ (54 Spiele), der Fastnachtspiele des Hans Folz (12 Spiele) und der anonym überlieferten vorreformatorischen Nürnberger Fastnachtspiele (45).
Die Edition verfährt nach dem Leithandschriftenprinzip. Ein textkritischer Apparat dokumentiert Eingriffe in den Text der Leithandschrift und weist Varianten der Parallelüberlieferung nach. Ein Stellenkommentar bietet Überlegungen zum Text, Verständnishilfen, Wort- und Sacherläuterungen. Ein allgemeiner Kommentar gibt Erläuterungen zur Überlieferung, zur Textkritik, zu Ausgaben, zur Datierung und zu Autorzuschreibungen, darüber hinaus zu Rollen, Struktur und Inhalt jedes Spiels sowie zu Deutungsaspekten und zu Bezügen zu anderen Stücken.
Es wird einerseits ein gedruckter Lesetext (mit Verständnishilfen, Überlieferungsvarianten und Kommentar) und andererseits eine digitale Ausgabe (mit Faksimiles der Leithandschriften sowie mit Kommentar-Text-Verlinkung) erarbeitet. Die Texte werden von zwei parallel tätigen Arbeitsgruppen in Tübingen und Trier erschlossen.