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Editionsvorhaben zu mittelalterlichen deutschen Texten

Projekt: Heinrich von Langenstein 'Speculum animae',
lateinisch und die 4 deutschen Übersetzungen

Die hier zurVerfügung gestellten Informationen gehen auf Angaben der Herausgeber zurück. Eine Gewähr kann die DTM-Arbeitsstelle nicht übernehmen.
Name 
(ggf. Adresse)
 Prof. Dr. Christoph Fasbender und Prof. Dr. Ralf-Henning Steinmetz
Institut Universität Jena
Email/Kontakt christoph.fasbender@uni-jena.de
Homepage
gemeldet seit 1994 im 32. Bericht  (Germanistik 35)
Abschluß  2009
Allg. Informationen
(Mitarbeiter etc.)
 
Projektbeschreibung Heinrich von Langenstein (gest. 1397) war einer der bedeutensten Gelehrten seiner Zeit. Für die Entwicklung der deutschen Prosa kommt ihm eine wichtige Rolle als Verfasser erbaulicher Schriften zu, die durch die Übersetzer und Redaktoren der Wiener Schule in den Jahrzehnten um 1400 einem wachsenden Laienpublikum vermittelt wurden. Das mystisch beeinflußte 'Speculum anime', von dem uns mittlerweile 130 Textzeugen bekannt sind, ist für die Erforschung der Übersetzungs- und Bearbeitungsverfahren besonders interessant. Denn bis 1517 sind fünf eigenständige Übertragungen entstanden, darunter drei vollständige frühneuhochdeutsche: 'Spyegel der selen', übers. v. Ulrich Kartäuser (Heidelberg, cpg 107, 108r-137v); 'Speculum anime: spiegel der selen' (Berlin, mqg 182, 298r-313r); 'Der spiegel der sele', übers. v. Sebold Rosentzweyd (Nürnberg: bei Jobst Gutknecht, 1517). Dazu kommt eine deutsche Teilübertragung und eine niederländische Übersetzung ('spiegel der zielen', London, BM, Cod. Egerton 677, 173r-202v). "Eine vergleichende Übersetzung steht noch aus" (VL 3, 1981, 771.). Sie soll durch einen Paralleldruck der vier vollständigen Übersetzungen erleichtert werden.