Neuigkeiten

  • Gisela Kornrumpf (München) hat im Handschriftencensus Informationen zu zwei früher in der Bibliothek des griech.-kath. Domkapitels in Przemysl, heute in der Warschauer Nationalbibliothek aufbewahrten deutschsprachigen Handschriften bereitgestellt, die in der einschlägigen Literatur teilweise nicht genannt werden. Eine dieser beiden Handschriften enthält u.a. die sog. 'Cyrillusfabeln' Ulrichs von Pottenstein (Cod. III 8033), die andere überliefert vermutlich die 'Valerius-Maximus-Auslegung' Heinrichs von Mügeln (Cod. III 8034).
  • Falk Eisermann (Berlin) weist darauf hin, daß die Staatsbibliothek Berlin eine illustrierte Handschrift erworben hat, die u.a. einen bisher unbekannten Textzeugen der 'Konstanzer Weltchronik' enthält; weiterführende Hinweis in einer Pressemitteilung der Berliner Staatsbibliothek sowie beim entsprechenden Eintrag im Handschriftencensus.
  • Laut Mitteilung von Dr. Wolfhard Vahl (Hessisches Staatsarchiv Marburg) vom 11.6.2007 ist das seit April 1987 verschollene Reinmar-Fragment aus dem Marburger Staatsarchiv wieder aufgefunden worden; eine Beschreibung sowie zwei Abbildungen (derzeit zwangsläufig noch in mäßiger Qualität) sind über den Handschriftencensus aufrufbar.
  • Eine in Freiburger Privatbesitz befindliche Handschrift konnte als das bislang älteste Urbar des Chorfrauenstifts zu Säckingen, Dinghofverband Schliengen, aus der Zeit um 1300 identifiziert werden. Weiterführende Hinweise finden sich beim entsprechenden Eintrag im Handschriftencensus.
  • Da an etwas entlegener Stelle veröffentlicht, soll auf einen wichtigen Aufsatz hingewiesen werden, der sich in erster Linie mit den deutschsprachigen Handschriften in St. Petersburg beschäftigt, darüber hinaus aber auch über den Verbleib von bisher verschollenen Handschriften der Bibliothek des Halberstädter Domgymnasiums, der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek sowie der Lübecker Stadtbibliothek informiert:
    Zivile Vagonyte, Mittelalterliche deutsche Handschriften in St. Petersburg. Bericht über eine Bibliotheksreise, in: "Durst nach Erkenntnis ...". Forschungen zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Zwei Jahrzehnte Immanuel-Kant-Stipendium, hg. von Heike Müns und Matthias Weber (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 29), München 2007, S. 181-195.
    Alle Archivbeschreibungen, der in diesem Aufsatz nachgewiesenen Handschriften, sind digitalisiert und über die Portalseite des Handschriftenarchivs abrufbar (J. Wolf, 07/2007).
  • Gisela Kornrumpf (München) hat die früher in Lemberg / Lviv in der Baworowskischen Bibliothek aufbewahrte Handschrift, die u.a. die 'Scheyerer Fürstentafel', einen Auszug aus Leopolds von Wien 'Österreichische Chronik von den 95 Herrschaften' und den 'Auszug von Teutschen Landen' überliefert, wiedergefunden. Der Textzeuge befindet sich heute in der Warschauer Nationalbibliotek unter der Signatur Akc. 9801 (Baw. 45). Weiterführende Hinweise finden sich beim entsprechenden Eintrag im Handschriftencensus.
  • Balázs J. Nemes (Freiburg i. Br.) konnte den von Franz Joseph Mone (Schauspiele des Mittelalters, Karlsruhe 1846, Bd. 1, S. 129-131) nach einer (verschollenen) Handschrift des Generalleutnant Joseph Maria von Radowitz abgedruckten Text als ein Exzerpt aus Mechthilds 'Fließendem Licht' (III.10) identifizieren (zur Handschrift s. den aktualisierten Eintrag im Handschriftencensus). Außerdem hat er in der Gebetbuchhandschrift A VII 68 der Universitätsbibliothek Basel (Mitte/Ende 15. Jh., Kartause Basel) neue Exzerpte aus der 'Lux divinitatis' Mechthilds von Magdeburg identifiziert. Als unmittelbare Vorlage darf die bereits bekannte Basler Mechthild-Handschrift A VIII 6 (Sigel: Ra) angesehen werden.
  • Alle Archivbeschreibungen aus St. Petersburg (im HSA unter Leningrad) und Zerbst sind digitalisiert und über die Portalseite des Handschriftenarchivs abrufbar.
  • Gisela Kornrumpf (München) konnte anhand der Angaben im kürzlich erschienenen Bd. III des Handschriftenkataloges der Stadtbibliothek Mainz den auf den Falzen zwischen Bl. 131/132 und Bl. 156/157 lesbaren Text in der Hs. I 306 als Reinmar von Zweter: Marienleich (v. 58-61 und 61f.) identifizieren. Diese Falzstreifen müssen aus dem gleichen Discissus stammen wie die aus zwei anderen Mainzer Handschriften (Stadtbibl., Hs. I 15 und Hs. I 197) ausgelösten Falze; vgl. dazu den entsprechenden und jetzt aktualisierten Eintrag im Handschriftencensus.
  • Alle Archivbeschreibungen aus den Erfurter Sammlungen (Domarchiv, Stadtarchiv, Amploniana, Stadtbibliothek) sind digitalisiert und über die Portalseite des Handschriftenarchivs abrufbar.