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Editionsvorhaben zu mittelalterlichen deutschen Texten

Projekt: Das Büchlein von der geistlichen Gemahelschaft (Prosaversion). Text und Bild nach der Handschrift München, BSB, Cgm 775


Die hier zurVerfügung gestellten Informationen gehen auf Angaben der Herausgeber zurück. Eine Gewähr kann die DTM-Arbeitsstelle nicht übernehmen.
Name 
(ggf. Adresse)
Gerald Kapfhammer
Garthestr. 15
50735 Köln
Institut
Email/Kontakt mailto:gerald.kapfhammer@vr-web.de
Homepage http://home.vrweb.de/~gerald.kapfhammer/info-edition.html
gemeldet seit
Abschluß 2011
Allg. Informationen
(Mitarbeiter etc.)

Status Das Projekt ist im Manuskript abgeschlossen
Reihe
Projektbeschreibung

Das Büchlein von der geistlichen Gemahelschaft, das im 15. Jahrhundert aus einer Reimpaarfassung in Prosa übertragen wurde, ist eine mystische Erbauungsschrift, die in das Sehen Gottes einführt. In der Tradition der allegorischen Hoheliedauslegung erzählt es von der Begegnung von Christus und seiner Braut, der tugendhaften Seele.

Die Handschrift Cgm 775 der Bayerischen Staatsbibliothek München überliefert diesen Text zusammen mit einem umfassenden Bilderzyklus von 64 Einzelbildern. Text und Bild stehen dabei in einem besonderen Verhältnis, versucht doch der Text ein Sehen jenseits einer materiellen Bildlichkeit zu vermitteln.

In der nun unternommenen Edition wird nach der Reimpaarfassung (vgl. Konrads Büchlein von der geistlichen Gemahelschaft, hg. v. U. Schülke, 1970) erstmals die Prosafassung vorgelegt. Dabei finden die 64 Bilder entsprechend ihres in der Handschrift ursprünglichen Textzusammenhangs Berücksichtigung, sodass ein möglichst handschriftennaher Leseeindruck gewahrt wird.

Das Verhältnis von Text und Bild steht auch im Zentrum einer umfassenden Einleitung, in der die Stoff- und Motivtraditionen aus dem Blickwinkel von Theologie, Literatur- und Bildwissenschaften untersucht werden. Zudem werden die weitere Überlieferung dieses Textes als gedrucktes Buch mit einem umfangreichen Holzschnittzyklus und spezifische, medienbedingte Veränderungen in der Gestaltung wie in der Adressierung des Lesers aufgezeigt.