Einführung

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Der Handschriftencensus ist ein Gemeinschaftsprojekt von Rudolf Gamper (St. Gallen), Christine Glaßner (Wien), Bettina Wagner (München), Jürgen Wolf (Marburg) und Karin Zimmermann (Heidelberg)
in Zusammenarbeit mit Astrid Breith (Wien), Nathanael Busch (Marburg), Karl Heinz Keller (Wien), Klaus Klein (Marburg) und Daniel Könitz (Marburg)
Programmierung und Systemadministration: Tobias Müllerleile (Marburg)

Der Handschriftencensus bietet eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters. Er gibt momentan (Stand: Dezember 2012) Auskunft zur Überlieferung von mehr als 5.600 Werken aus über 23.000 Handschriften, die in über 1.400 Bibliotheken und Archiven aufbewahrt werden.

Das 'Gesamtverzeichnis Handschriften' listet - nach den heutigen bzw. den zuletzt bekannten Aufbewahrungsorten sortiert - alle bisher erfaßten Textzeugen auf, über die Informationen in der Datenbank vorliegen; in Privatbesitz befindliche Stücke stehen am Ende des Alphabets.

Das 'Gesamtverzeichnis Autoren / Werke', das sich bei den Bezeichnungen an die 2. Auflage des Verfasserlexikons anlehnt, faßt überblickhaft die einschlägigen Textzeugen und deren aktuelle Aufbewahrungsorte und Signaturen zusammen. Die Anordnung innerhalb der Überlieferungszusammenstellungen erfolgt in der alphabetischen Reihenfolge der heutigen bzw. der zuletzt bekannten Aufbewahrungsorte; in Privatbesitz befindliche Stücke stehen am Ende des Alphabets. - Zusammengehörige, aber an verschiedenen Bibliotheksorten bzw. unter verschiedenen Signaturen aufbewahrte Stücke der gleichen Handschrift werden nur an einer Stelle aufgeführt und mit "Discissus ..... usw." gekennzeichnet.

Innerhalb dieser Verzeichnisse werden die (mehr oder weniger) vollständigen Codices mit vorangestelltem ■ markiert, die Fragmente mit □ und sonstige Überlieferungsformen (Rollen, Einzelblätter usw.) mit ○.

Im Anschluß an die Überlieferungszusammenstellung sind Editionen und Abdrucke aufgeführt. Diese haben in der Regel 'Hinweis'-Charakter ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Neben den einschlägigen Editionen sollen vorrangig die seit Fertigstellung des 'Verfasserlexikons' erschienenen Textausgaben zusammengestellt werden. Auf in Vorbereitung befindliche Editionsvorhaben wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle 'Deutsche Texte des Mittelalters' der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit einem weiterführenden Link ("Siehe auch Editionsbericht") verwiesen. Anhand des Hinweises 'Ausgaben' im Anschluß an die Zahl der Überlieferungszeugen kann im 'Gesamtverzeichnis Autoren / Werke' auf den ersten Blick festgestellt werden, ob 'Ausgaben' zu einem bestimmten Werk bereits verzeichnet wurden.

Die Links führen zu ausführlichen Beschreibungen innerhalb des 'Marburger Repertoriums deutschsprachiger Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts' und zum 'Paderborner Repertorium der deutschsprachigen Textüberlieferung des 8. bis 12. Jahrhunderts' bzw. zu inhaltlichen Kurzinformationen, zu weiterführenden bibliographischen Hinweisen sowie zu sonstigen im Internet verfügbaren Materialien.

Die Teildatenbank 'Forschungsliteratur zu deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters' bietet ein durchsuchbares, kumuliertes Gesamtverzeichnis aller bei den Einzelbeschreibungen des Handschriftencensus zitierten Literaturangaben. Neben der Suchmaske zur Auswahl bestimmter Einträge stehen als weitere Anzeigemöglichkeiten eine Gesamtliste aller Einträge, eine Liste aller in die Datenbank aufgenommenen Neuerscheinungen des laufenden und vergangenen Jahres sowie – über einen eigenen Menüpunkt – eine Auswahlliste 'Handschriftenkataloge und -verzeichnisse' zur Verfügung. Von jedem bibliographischen Eintrag aus können über Links alle Handschriftenbeschreibungen angezeigt werden, bei denen die gewählte Publikation zitiert wird. Die Datenbank, die derzeit mehr als 16.000 überprüfte und vereinheitlichte Einträge umfaßt (Stand: Dezember 2012), wird ständig erweitert und aktualisiert.

Zum Datenbestand: Da ein Gesamtverzeichnis der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters nur sukzessive erarbeitet werden kann, ist der Datenbestand des Handschriftencensus naturgemäß heterogen: Von vollständigen oder beinahe vollständigen Einträgen bis hin zu Minimaleinträgen. Für die Aktualisierung und Ergänzung der Einträge wie auch für Hinweise auf bisher nicht berücksichtigte Handschriften ist die Arbeitsgruppe auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Zur Zitierweise: Überlieferungszusammenstellungen und andere Informationen aus dem Handschriftencensus sollten zitiert werden mit "Handschriftencensus (http://www.handschriftencensus.de)" unter Beifügung der Datumsangabe des Eintrags und gegebenenfalls des Namens des Bearbeiters / der Bearbeiterin.

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