Aufbewahrungsort Magdeburg, Stadtbibl., Cod. XII,18.1 (1) [verschollen]
Fragment 2 Doppelblätter und 2 Doppelblattstreifen
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße durch Beschneidung maximal 190 x 150 mm, ursprünglich ca. 240 x 150 mm
Datierung der Hs. 12. Jh., eher Mitte als Ende (Kriedte, S. 31)
Überlieferungstyp Interlinearversion
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt 'Wiggertsche Psalmen-Fragmente' (Kriedte Nr. 2)
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl ursprünglich ca. 38
Textgestaltung deutsche Interlinearversion und sorbische Glossen, der lat. Text etwa doppelt so groß wie der deutsche; nur im lat. Text stets rote Majuskeln
Besonderheiten ein Akut und ein Circumflex
Schreibsprache niederdeutsch-mitteldeutscher Mischdialekt (Schöndorf, Sp. 1066)
Literatur
  • Friedrich Wiggert, Scherflein zur Förderung der Kenntniß älterer deutscher Mundarten und Schriften, Magdeburg 1832. [online]
  • Wilhelm Prönnecke, Neue Bruchstücke der Wiggertschen Psalmen, in: ZfdA 57 (1920), S. 136-140. [online]
  • Horst Kriedte, Deutsche Bibelfragmente in Prosa des XII. Jahrhunderts, Halle a.d. Saale 1930, S. 29-40 und S. 124-132 (mit Abdruck).
  • Ernst Hellgardt, Die deutschsprachigen Handschriften im 11. und 12. Jahrhundert. Bestand und Charakteristik im chronologischen Aufriß, in: Deutsche Handschriften 1100-1400. Oxforder Kolloquium 1985, hg. von Volker Honemann und Nigel F. Palmer, Tübingen 1988, S. 35-81, hier S. 62 (Nr. 114).
  • Kurt Erich Schöndorf, 'Wiggertsche Psalmen-Fragmente', in: 2VL 10 (1999), Sp. 1066f.
Ergänzender Hinweis Laut Mitteilung von Philip Kraut (Berlin) existiert eine Abschrift der Wiggert'schen Psalmen-Fragmente im Berliner Grimm-Nachlass (Berlin, SB, Nachl. Grimm N 58; siehe dazu Ralf Breslau: Der Nachlaß der Brüder Grimm. T. 1. Wiesbaden 1997, S. 653: "Grimm, Jacob: Abschrift einer niederdt. Psalmenübersetzung (Fragm.) aus dem 10. Jh (StB Magdeburg). o. O. Juni 1824. 6 Bll.", mit Vermerk von J. Grimm auf Bl. 1r: "Fragment einer halbniederdeutschen psalmenübersetzung wohl aus dem 10. jahrh. aufgefunden zu Magdeburg von Wiggert und mir durch Lachmann mitgetheilt. Juni 1824").
Hellgardt Nr. 114
  Elke Krotz (Wien), April 2019