Aufbewahrungsort Lübeck, Stadtarchiv, Hs. 735 [verschollen]
Codex I + 108 Blätter
Beschreibstoff Pergament
Inhalt 'Lübisches Recht' (Tidemann Güstrowscher Kodex [T2])
Blattgröße 350 x 250 mm
Schriftraum 175 x 110 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 19
Besonderheiten Laut Eintrag auf Bl. 2r wurde die Hs. im Auftrag des Lübecker Bügermeisters her Thideman Gustrowe von dem Domvikar Helmicus thymmonis geschrieben.
Bl. 26r: historisierte Initiale (Darstellung des Jüngsten Gerichts).
Entstehungszeit 1348 (Bl. 2r)
Schreibsprache niedersächs. (Hach S. 216)
Schreibort Lübeck (vgl. Bl. 2r)
Abbildung Hasse, Tafel D [= Bl. 26r]
Literatur
  • Johann Friedrich Hach (Hg.), Das alte lübische Recht, Lübeck 1839 (Neudruck Aalen 1969), S. 66-75, 216-226 (mit Abdruck von Bl. 5v-10v). [Ausg. 1839 online]
  • Carl Mollwo, Die ältesten lübischen Zollrollen, Diss. Leipzig 1894, S. 4, 69f. (mit Abdruck von Bl. 3v-5r), 80-96 (mit Abdruck von Bl. 5v-10v). [online]
  • Paul Hasse (Hg.), Miniaturen aus Handschriften des Staatsarchivs in Lübeck, Lübeck 1897, Tafel D.
  • Gustav Korlén, Norddeutsche Stadtrechte, Bd. II: Das mittelniederdeutsche Stadtrecht von Lübeck nach seinen ältesten Formen (Lunder Germanistische Forschungen 23), Lund/Kopenhagen 1951, S. 23.
  • Wilhelm Ebel, Lübisches Recht, Bd. I, Lübeck 1971, S. 204.
Archivbeschreibung Paul Hagen (1906) 1 Bl. + Peter Karstedt (1936) 6 Bll.
Ergänzender Hinweis
  • Diese Handschrift T2 (vgl. den Eintrag 'liber secundus' auf dem vorderen Innendeckel) ist der Zwilling zu Kopenhagen, Königl. Bibl., Cod. Ledreborg 13,2° (T1, Vermerk 'liber primus' auf dem Innendeckel). Beide Handschriften wurden vom Bürgermeister Tidemann Güstrow 1348 in Auftrag gegeben und vom Domvikar Helmicus Thymmo geschrieben.
  • Laut Auskunft des Stadtarchivs Lübeck (Email von Dr. Rolf Hammel-Kiesow vom 28.2.2007) ist der Kodex seit dem Abtransport aus dem Salzbergwerk in Bernburg 1945/46 verschollen.
  • Vom gleichen Schreiber stammen auch die Artikel 250-257 der Hs. Kiel, Stadtarchiv, ohne Sign. [verschollen] (vgl. Ebel S. 204).
  Manuel Bauer, November 2007