Aufbewahrungsort St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 1004
[früher Klause St. Georgen]
Codex 180 Blätter (324 gezählte Seiten)
Beschreibstoff Papier
Inhalt S. 1-167 = 'Engelberger Predigten' [früher: Engelberger Prediger] (Q)
S. 153-154 = Predigtfragment über die Todsünde (für BenediktinerInnen bestimmt) (nachträglich eingeklebtes Blatt)
S. 167-183 = Predigt über Maria Magdalena
S. 185 = Titelblatt von Seuses Briefbüchlein (ohne Text)
S. 191-223 = Johannes von Indersdorf: Gebete für Herzog Wilhelm III. von Bayern (mit Umstellungen und weiteren Gebeten, u.a. aus dem Ebran-Gebetbuch desselben Verfassers)
S. 239-311 = Leben des Hl. Benedikts (nach Gregors des Großen "Dialogi" Liber 2)
S. 319 = 'Acht Verse (Psalmverse) St. Bernhards'
S. 320-359 = Marquard von Lindau: 'Eucharistie-Traktat' (Auszug) (JJ)
S. 359-360 = 'Herzklosterallegorie' (Ain lerer spricht ain fridlich hertz ist ain closter in dem gott selber abt ist)
Blattgröße 152 x 111 mm
Schriftraum 110-124 x 75-85 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 14-25
Besonderheiten Schreiber von S. 1-18, 21-183, 186 und 219-223 Friedrich Colner, Konventuale des Kloster St. Gallen (Stocker S. 50)
Entstehungszeit 1430-1451 (Hofmann S. 138)
Schreibsprache alem. (Hofmann S. 138)
Abbildung Farb-Abbildung des Codex
Literatur
(Hinweis)
  • Gustav Scherrer, Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St. Gallen, Halle 1875 (Nachdruck Hildesheim/New York 1975), S. 381f. [online]
  • Paul Stärkle, Die Handschriften des ehemaligen Klosters Wiborada zu St. Georgen, in: Die hl. Wiborada. Jungfrau und Martyrin, Bd. 2: Die Verehrung der Heiligen, hg. von Adolf Fäh, St. Gallen 1926, S. 83-97, hier S. 92.
  • Annelies Julia Hofmann, Der Eucharistie-Traktat Marquards von Lindau (Hermaea N.F. 7), Tübingen 1960, S. 135-138 (Nr. 44).
  • Mathias Stauffacher, Untersuchungen zur handschriftlichen Überlieferung des "Engelberger Predigers", Diss. (masch.) Basel 1982, S. 7/12-15. [online]
  • Barbara Christine Stocker, Friedrich Colner, Schreiber und Übersetzer in St. Gallen 1430-1436 (mit Beigabe der deutschen Wiborada-Vita in dynamischer Edition) (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 619), Göppingen 1996, S. 50-54.
  • Balázs J. Nemes, Dis buch ist iohannes schedelin. Die Handschriften eines Colmarer Bürgers aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und ihre Verflechtungen mit dem Literaturangebot der Dominikanerobservanz, in: Kulturtopographie des deutschsprachigen Südwestens im späteren Mittelalter. Studien und Texte, hg. von Barbara Fleith und René Wetzel (Kulturtopographie des alemannischen Raums 1), Berlin/New York 2009, S. 157-214, hier S. 176.
  • Balázs J. Nemes, Re-Skript und Re-Text – Wertlos und entstellt? Oder: Über die guten Seiten einer 'schlechten' Eckhart-Handschrift (Ein Fundbericht), in: Zeitschrift für deutsche Philologie 131 (2012), S. 73-102, hier S. 86.
Ergänzender Hinweis Eine vollständige Aufschlüsselung des Inhalts dieser umfangreichen Predigths. wird es im Einleitungsteil der Edition der "Engelberger Predigten" geben (zum Projekt s. http://www.muebisch.ch/). Dasselbe gilt auch für die Hss. St. Gallen Cod. 1066, Wil M 42 und 47.
  Mitteilungen von Gisela Kornrumpf, Sine Nomine
Dorothea Heinig (Marburg) / Balázs J. Nemes (Freiburg i. Br.), April 2014

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