Aufbewahrungsort Bregenz, Vorarlberg Museum, Hs. W 0020
Codex
Beschreibstoff Papier
Inhalt Gebetbuch, lat.-dt.
1. Hand:
Lat. Psalmen, Hymnen u.a., dazwischen dt.:
Gebet zum Hl. Kreuz und den leidenden Gliedern Christi; Gebet zu Christus um Gnade der Bekehrung; Gebete zu Maria und Christus
2. Hand:
Lat. Antiphonen, Predigt, Gebete, dazwischen dt.:
'Stabat mater'
3. Hand:
Gebet zum Hl. Sebastian zur Abwendung der Pest (dt.) und weitere Nachträge
Blattgröße 105 x 80 mm
Besonderheiten Die erste Hand stammt von einer weiblichen Person (orate pro me peccatrice)
Entstehungszeit 1. Hand: LXXXXIIII (laut Grabherr S. 11 für '1394'), von späterer Hand
fälschlich zu "1404" aufgelöst; 2. Hand: Anfang 15. Jh.; 3. Hand: 17. Jh. (1631)
Schreibsprache alem. (vgl. Grabherr S. 11)
Schreibort Vielleicht Klarissenkloster Valduna, doch ist die Hs. erst Ende des 16. Jh.s dort nachweisbar
Abbildung ---
Literatur
(Hinweis)
  • Josef Grabherr, Handschriftliches Gebetbüchlein aus dem 14. Jahrhundert, in: Jahresbericht des Vorarlberger Museum-Vereins 38 (1899), S. 11–13. [online]
  • P. Anton Ludewig S. J., Das ehemalige Klarissenkloster in Valduna, Valduna 1922, S. 123.
  • Andreas Kraß, Stabat mater dolorosa. Lateinische Überlieferung und volkssprachliche Übertragungen im deutschen Mittelalter, München 1998 (ohne diese Hs.). [online]
  • Ina Serif, ...wie dz ich ain súnderin bin. Überlegungen zu Text und Kontext eines spätmittelalterlichen Gebetbuchs aus einem franziskanischen Frauenkloster in Vorarlberg, in: Handschriften als Quellen der Sprach-und Kulturwissenschaft. Aktuelle Fragestellungen - Methoden - Probleme. Akten der Nachwuchstagung, Bamberg, 4.-5.12.2015, hg. von Anette Kremer und Vincenz Schwab (Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien 13), Bamberg 2018, S. 177-199, hier S. 183, Anm. 33. [online]
Archivbeschreibung ---
Ergänzender Hinweis Die Hs. befand sich Ende des 16. Jh.s in Valduna im Besitz der Konventualin Maria Clara von Emps, die sie ihrer Base Franziska von Emps schenkte. Später gelangte die Hs. in den Besitz von Michael Rheinberger (1739-1812); aus seinem Nachlass kam sie an Alfons Matt, der sie dem Vorarlberger Museum verkaufte.
  Ina Serif (Freiburg i. Br.), September 2018