Aufbewahrungsort Herzogenburg, Stiftsbibl., Cod. 107
Codex 254 Blätter
Beschreibstoff Pergament und Papier
Inhalt Bl. 2v-32r = Nikolaus-von-Dinkelsbühl-Redaktor: 'Tractatus octo II = De decem praeceptis', dt.
Bl. 32v-231r = Thomas Peuntner: 'Christenlehre', darunter:
Bl. 32v-90r = Thomas Peuntner: 'Büchlein von der Liebhabung Gottes' (1. Fassung) (H1)
Bl. 231r-243r = 'Augustinerregel'
Bl. 243v-254v = Statuten für die Laienbrüder von St. Dorothea zu Wien, dt.
Blattgröße 200 x 140 mm
Schriftraum 130 x 80 mm
Besonderheiten Hinweis auf den Übersetzer Thomas Peuntner in einer Randnotiz Bl. 190v: Istam materiam transtulit dominus Thomas plebanus in castro illustrissimi principis Austrie.
Geschrieben für die Laienbrüder des Augustiner-Chorherrenstiftes St. Dorothea in Wien (vgl. Vorderdeckel-Spiegel; Besitzvermerke vgl. 3r, 55r, 115r, 190r, 231r, 243r); vermutlich im 17. Jh. als Geschenk (vgl. 243r) an das Augustiner-Chorherrenstift St. Andrä an der Traisen übergeben (Besitzvermerke vgl. 1r, 115r, 243r). Nach Herzogenburg kam die Hs. vermutlich nach der Aufhebung dieses Stiftes 1783.
Entstehungszeit zwischen 1436 und 1438 (Schnell S. 108: mit Begründung dieser Datierung nach dem Verzeichnis der konföderierten Klöster Bl. 244v und 245r)
Schreibsprache mittelbair.
Schreibort Wien (?) (Schnell S. 110)
Abbildung Kurzinventar der illuminierten Handschriften bis 1600 Abb.
Literatur
  • Manfred Schwinger, Martin von Amberg, Der Gewissensspiegel. Zur handschriftlichen Überlieferung, Diss. (masch.) Graz 1966, S. 82f.
  • Gerhard Winner, Katalog der Handschriften der Stiftsbibliothek Herzogenburg (masch.), St. Pölten 1978, S. 101f. [online]
  • Bernhard Schnell, Thomas Peuntner, 'Büchlein von der Liebhabung Gottes'. Edition und Untersuchungen (MTU 81), München 1984, S. IX, 10, 14, 62, 79, 108-110, 251f.
  • Hope Mayo, Descriptive Inventories of Manuscripts Microfilmed for the Hill Monastic Manuscript Library. Austrian Libraries, Vol. III: Herzogenburg, Collegeville, Minnesota 1985, S. 402-407. [online]
  • Dorothea Weber, Die handschriftliche Überlieferung der Werke des heiligen Augustinus, Bd. VI,2: Österreich (Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 601; Veröffentlichungen der Kommission zur Herausgabe des Corpus der lateinischen Kirchenväter XII), Wien 1993, S. 97.
  • Ernst Haberkern, Das 'Beichtbüchlein' des Thomas Peuntner nach den Heidelberger, Melker, Münchner und Wiener Handschriften (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 696), Göppingen 2001, S. 49 (Anm. 123), 75.
  • Klaus Wolf, Hof - Universität - Laien. Literatur- und sprachgeschichtliche Untersuchungen zum deutschen Schrifttum der Wiener Schule des Spätmittelalters (Wissensliteratur im Mittelalter 45), Wiesbaden 2006, S. 204.
  • Kurzinventar der illuminierten Handschriften bis 1600 und der Inkunabeln in der Bibliothek des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg in Niederösterreich [Version 1] (März 2009), von Armand Tif, Martin Roland unter Mitarbeit von Maria Theisen und Alois Haidinger. [online]
  • Tobias Tanneberger, "... usz latin in tutsch gebracht ...". Normative Basistexte religiöser Gemeinschaften in volkssprachlichen Übertragungen. Katalog - Untersuchung - Fallstudie (Vita regularis. Abhandlungen 59), Berlin 2014, S. 202f. (Nr. 197).
Archivbeschreibung ---
Ergänzender Hinweis Peuntners 'Büchlein von der Liebhabung Gottes' war die unmittelbare Vorlage für Vorau, Stiftsbibl., Cod. 163 (Schnell S. 112).
  Mitteilungen von Gisela Kornrumpf, Sine Nomine
cg, August 2014

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