Aufbewahrungsort London, British Libr., MS Add. 10940
Codex 132 Blätter (plus zwei mitgezählte fremde als Bl. 1 und 2)
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße 225 x 167 mm
Datierung der Hs. Wende 10./11. Jh. (Priebsch, S. 339)
3. Viertel des 10. Jh.s (Embach, S. 67)
Überlieferungstyp zweiter von drei Nachträgen von drei Schreibern auf den urspr. leeren Seiten 5v-6r, 1. ein augustinischer Spruch; 2. eine aus dem Zusammenhang gerissene lat. Sentenz aus Gregors Moralia gegen Teufelsfurcht mit mfrk. Übersetzung, 3. eine lat. Sündenklage in leoninischen Hexametern.
Die Hs. enthält hauptsächliche Werke Augustins (ab Bl. 7v). Auf Bl. 6v, 124v und 125ra haben andere Hände weitere (lat.) Sprüche Augustins und Gregors eingetragen.
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt Bl. 5v = 'Trierer Teufelssprüche' (früher auch: 'Wider den Teufel', Steinmeyer Nr. 81)
Schrifttyp nachkarolingische Minuskel
Spaltenzahl 2
Textgestaltung Am linken Rand GR[egorius], der lat. Satz in eineinhalb Zeilen, darunter der deutsche in 3 Zeilen, mit anderem Zeilenabstand als der folgende Text
Versgestaltung Verse nicht abgesetzt
Entstehungszeit von wenig späteren Händen als der Haupttext eingetragen (Priebsch, S. 340)
11. Jh. (Steinhoff, Sp. 1059)
Schreibsprache wohl rheinfrk. (Priebsch, S. 341)
Mischung rheinfrk. Elemente mit niederdeutschen (Steinmeyer, S. 400)
mittelfrk. (Steinhoff, Sp. 1059)
Abbildung Farb-Abbildungen im Internet: Bl. 5v, Bl. 6r, Bl. 6v
Literatur
  • Robert Priebsch, Ein Ausspruch Gregors des Großen in ahd. Reimversen aus S. Maximin zu Trier, Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 38 (1913), S. 338-343 (mit Abdruck). [online]
  • Elias von Steinmeyer (Hg.), Die kleineren althochdeutschen Sprachdenkmäler, Berlin 1916 (Nachdruck Dublin/Zürich 1971), Nr. 81, S. 400. [online]
  • Thomas Klein, Studien zur Wechselbeziehung zwischen altsächsischem und althochdeutschem Schreibwesen und ihrer sprach- und kulturgeschichtlichen Bedeutung (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 205), Göppingen 1977, S. 217f.
  • Hartmut Hoffmann, Buchkunst und Königtum im ottonischen und frühsalischen Reich, 2 Bde. (Schriften der MGH 30,I-II), Stuttgart 1986, S. 477f.
  • Hans-Hugo Steinhoff, 'Trierer Teufelssprüche', in: 2VL 9 (1995), Sp. 1058f.
  • Michael Embach, Trierer Zauber- und Segenssprüche des Mittelalters, in: Kurtrierisches Jahrbuch 44 (2004), S. 29-76, hier S. 67f.
  • Rolf Bergmann (Hg.), Althochdeutsche und altsächsische Literatur, Berlin/Boston 2013, hier S. 470f. ('Trierer Spruch', Falko Klaes).
  • Falko Klaes, Mittelalterliche Glossen und Texte aus Trier. Studien zur volkssprachigen Trierer Überlieferung von den Anfängen bis zum Ende des 11. Jahrhunderts im lateinischen Kontext (Germanistische Bibliothek 60), Heidelberg 2017, S. 539-549 (Nr. 3.5.1).
Ergänzender Hinweis Hellgardt Nachtrag 10 = 23.1
  Elke Krotz (Wien), Mai 2017

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