Aufbewahrungsort [a] Amorbach, Fürstl. Leiningensches Archiv, ohne Sign. (1)
Fragment 3 Stücke eines Blattes
Aufbewahrungsort [b] Mespelbrunn, Schlossarchiv, ohne Signatur
Fragment u.a. 1 Doppelblatt [s.u. Ergänzender Hinweis]
Beschreibstoff Pergament
Inhalt 'Lancelot' (A)
Blattgröße ca. 320 x 270 mm
Schriftraum ca. 270 x 210 mm
Spaltenzahl 2
Zeilenzahl 35
Entstehungszeit 3./4. Viertel 13. Jh. (70er Jahre?) (Schneider Textband S. 200f.)
Schreibsprache obd. (ostfrk.?)
Abbildung
  • Tilvis nach S. 252 (Tafel IV, 1-2)
  • Schneider Tafelband Abb. 118
Literatur
  • Edward Schröder, Fragment eines mhd. Prosaromans aus dem Anfang des dreizehnten Jahrhunderts, in: ZfdA 59 (1922), S. 161f., 216 (mit Abdruck von [a]) (mit Datierung auf das Jahr 1225). [online]
  • Edward Schröder, Der deutsche Lanzelot in Prosa. Ein Werk aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, in: ZfdA 60 (1923), S. 148-151 (mit Datierung auf das Jahr 1225). [online]
  • Reinhold Kluge (Hg.), Lancelot. Nach der Heidelberger Pergamenthandschrift Pal. Germ. 147, Bd. I (Deutsche Texte des Mittelalters 42), Berlin 1948, S. XXII-XXIV.
  • Pentti Tilvis, Prosa-Lancelot-Studien I-II (Suomalaisen Tiedeakatemian toimituksia B 110), Helsinki 1957, S. 126-133, 197-207.
  • Rolf Schäftlein, Die Sprache der Amorbacher Bruchstücke und des Heidelberger Lancelot, in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Gesellschafts- und sprachwissenschaftliche Reihe) 13 (1964), S. 143-147.
  • Karin Schneider, Gotische Schriften in deutscher Sprache, I. Vom späten 12. Jahrhundert bis um 1300, Text- und Tafelband, Wiesbaden 1987, Textband S. 199-201.
  • Hans-Jochen Schiewer, Ein ris ich dar vmbe abe brach / Von sinem wunder bovme. Beobachtungen zur Überlieferung des nachklassischen Artusromans im 13. und 14. Jahrhundert, in: Deutsche Handschriften 1100-1400. Oxforder Kolloquium 1985, hg. von Volker Honemann und Nigel F. Palmer, Tübingen 1988, S. 222-278, hier S. 246f. [online]
  • Katja Rothstein, Der mittelhochdeutsche Prosa-Lancelot. Eine entstehungs- und überlieferungsgeschichtliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Handschrift Ms. allem. 8017-8020 (Kultur, Wissenschaft, Literatur 15), Frankfurt a.M. 2007, S. 37f.
  • Annika Wirtz und Hans-Joachim Ziegeler, Der schone vundelinc. Ergänzungen zur sog. "Amorbacher Handschrift" des deutschen Prosa-"Lancelot" - Zwei Doppelblätter einer Handschrift aus Mespelbrunn, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 137 (2018), S. 329-380.
Archivbeschreibung [a], [b] ---
Ergänzender Hinweis Das unter [b] geführte Fragment diente als Einband eines Rechnungsbuches und wurde im März 2013 von Daniel Könitz (Marburg) als ein bisher unbekannter Textzeuge des 'Lancelot' identifiziert und dem Amorbacher Discissus zugeordnet; eine Autopsie erfolgte im Februar 2014. Der Text des Neufundes stammt aus dem ersten Teil des ʻLancelot’ (Ausgabe Kluge, Bd. 1, S. 25-27 und 34-35).
  Mitteilungen von Klaus Graf
Oktober 2018