Aufbewahrungsort Dresden, Landesbibl., Mscr. M 175
Codex noch 158 Blätter
Beschreibstoff Papier
Inhalt Hartmann von Aue: 'Iwein' (a)
[Nachgetragenes Einnahmeverzeichnis von 1433 auf Bl. 163v]
Blattgröße 200 x 135 mm
Schriftraum 165-175 x 110-120 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 20-32
Versgestaltung Verse abgesetzt
Besonderheiten Die Lagenbezeichnungen mit hebräischen Zeichen sowie verschiedene Texteingriffe deuten nach Henrici auf einen Juden als Schreiber hin. Anders dagegen Hoffmann, der die nachträglich eingefügten Reklamanten einer (jüdischen) Buchbinderwerkstatt zuschreibt.
Entstehungszeit wohl um 1390 (Hoffmann [nach erneuter Wasserzeichenanalyse])
Schreibsprache östl. Md. (Wolff S. 7); obersächs. (Becker S. 64); thür. (Hoffmann)
Abbildung
  • Farb-Abbildung des Codex
  • Okken S. 39 [= Bl. 142v]
Literatur
  • Emil Henrici, Die Dresdner Iweinhandschrift, in: ZfdA 25 (1881), S. 123-127. [online]
  • Franz Schnorr von Carolsfeld, Katalog der Handschriften der königl. öffentlichen Bibliothek zu Dresden, Bd. II, Leipzig 1883 (Korrigierter und verbesserter Nachdruck: Katalog der Handschriften der Sächsischen Landesbibliothek zu Dresden, Bd. II, Dresden 1981), S. 480. [online]
  • Heinrich Römheld, Über die Nibelungenhandschrift h und die Iweinhandschrift a, Diss. Greifswald 1899, S. 43-88. [online]
  • Hansjürgen Linke, Epische Strukturen in der Dichtung Hartmanns von Aue. Untersuchungen zur Formkritik, Werkstruktur und Vortragsgliederung, München 1968, S. 175 (Nr. 28).
  • Ludwig Wolff (Bearb.), Iwein. Eine Erzählung von Hartmann von Aue, hg. von G. F. Benecke und K. Lachmann. Siebente Ausgabe, Bd. 2: Handschriftenübersicht, Anmerkungen und Lesarten, Berlin 1968, S. 7.
  • Lambertus Okken, Hartmann von Aue, "Iwein". Ausgewählte Abbildungen und Materialien zur handschriftlichen Überlieferung (Litterae 24), Göppingen 1974, S. XVf., 39.
  • Peter Jörg Becker, Handschriften und Frühdrucke mittelhochdeutscher Epen. Eneide, Tristrant, Tristan, Erec, Iwein, Parzival, Willehalm, Jüngerer Titurel, Nibelungenlied und ihre Reproduktion und Rezeption im späteren Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Wiesbaden 1977, S. 64f. (Nr. 6).
  • Thomas Klein, Ermittlung, Darstellung und Deutung von Verbreitungstypen in der Handschriftenüberlieferung mittelhochdeutscher Epik, in: Deutsche Handschriften 1100-1400. Oxforder Kolloquium 1985, hg. von Volker Honemann und Nigel F. Palmer, Tübingen 1988, S. 110-167, hier S. 155.
  • Achim Jaeger, Ein jüdischer Artusritter. Studien zum jüdisch-deutschen 'Widuwilt' ('Artushof') und zum 'Wigalois' des Wirnt von Gravenberc (Conditio Judaica 32), Tübingen 2000, S. 152-154.
  • Werner J. Hoffmann, Die 'Iwein'-Hs. a (Mscr. Dresd. M.175) - ein Zeugnis jüdischer Rezeption der mhd. Artusepik?, in: Mittelhochdeutsch. Beiträge zur Überlieferung, Sprache und Literatur. Festschrift für Kurt Gärtner zum 75. Geburtstag, hg. von Ralf Plate und Martin Schubert, Berlin 2011, S. 66-82.
  • Werner J. Hoffmann, Die deutschsprachigen mittelalterlichen Handschriften der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden. Vorläufige Beschreibungen. [online]
Archivbeschreibung Kurt Matthaei (1911) 4 Bll.
  Juni 2011

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