Aufbewahrungsort [a] Stuttgart, Landesbibl., Cod. poet. et phil. 2° 4
Codex 118 Blätter
Aufbewahrungsort [b] Köln, Hist. Archiv der Stadt, Best. 7050 (Hss.-Fragm.) A 89 [Verbleib unbekannt]
Codex 1 Blatt
Aufbewahrungsort [c] Köln, Wallraf-Richartz-Museum, Nr. 109
Fragment 1 Blatt
Aufbewahrungsort [d] Köln, Wallraf-Richartz-Museum, Nr. 110-111
Fragment 2 Blätter
Beschreibstoff Papier
Inhalt [a] + [b] + [d]
Bl. 1ra-91ra = Jean de Mandeville: 'Reisebeschreibung' (dt. von Otto von Diemeringen) (S2 + K2)
Bl. 91v-104v = Michel Wyssenherre: 'Von dem edeln hern von Bruneczwigk'
Bl. 105r-110v = 'Der König im Bad' (o)
Bl. 111r/v = leer
[c] recto = leer
[c] verso = 'Rat der Vögel', Anfang (K)
[a]
Bl. 112r-114v = 'Rat der Vögel', Fortsetzung und Schluss (S)
Blattgröße 285 x 210 mm
Schriftraum 220-235 x 120-170 mm
Spaltenzahl 2
Zeilenzahl 29-42
Besonderheiten 293 aquarellierte Federzeichnungen
Schreiber: Zentgraf Hans von Gochsheim in Mudau (Irtenkauf/Krekler/Dumke S. 5)
Entstehungszeit 1471-1474 (vgl. Bl. 90vb, 104v)
Schreibsprache südrheinfrk. (Ridder S. 98, 127)
Schreibort Mudau im Odenwald (Irtenkauf/Krekler/Dumke S. 5)
Abbildung
  • Farb-Abbildung des Codex Teil [a]
  • Schwarzweiß-Abbildung des Fragments [c]: Nr. 109
  • Farb-Abbildungen des Fragments [d]: Nr. 110, Nr. 111
  • Schwarzweiß-Abbildung des Fragments [d]: Nr. 110
Literatur
(Hinweis)
  • Hansjörg Koch, Ein Gedichtconcept aus dem 14. Jahrhundert, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 58 (1934), S. 265-267.
  • Karl Menne, Deutsche und niederländische Handschriften (Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, Sonderreihe: Die Handschriften des Archivs X,1), Köln 1931-1937, S. 628f. (Nr. 278). [online: bis S. 146] [online: ab S. 147]
  • Wolfgang Irtenkauf und Ingeborg Krekler mit Vorarbeiten von Isolde Dumke, Codices Poetici et Philologici (Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart I,2), Wiesbaden 1981, S. 5f. [online]
  • Hermann-Josef Müller, Überlieferungs- und Wirkungsgeschichte der Pseudo-Strickerschen Erzählung 'Der König im Bade'. Untersuchungen und Texte (Philologische Studien und Quellen 108), Berlin 1983, S. 45f.
  • Klaus Ridder, Jean de Mandevilles 'Reisen'. Studien zur Überlieferungsgeschichte der deutschen Übersetzung des Otto von Diemeringen (MTU 99), München 1991, S. 97-100, 127-129. [online]
  • Hans-Joachim Behr, Löwenritter und Teufelsbündler - ein Braunschweiger Herzog auf Abwegen. Überlegungen zur Lokalisierung von Michel Wyssenherres Dichtung, in: Fifteenth-Century Studies 24 (1998), S. 17-25.
  • Petra Busch, Die Vogelparlamente und Vogelsprachen in der deutschen Literatur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Zusammenstellung und Beschreibung des Textmaterials, Rekonstruktion der Überlieferungsgeschichte, Untersuchungen zur Genese, Ästhetik und Gebrauchsfunktion der Gattung (Beihefte zu Poetica 24), München 2001, S. 61-63, 113-122, 378-386 (Abdruck von [c] und [a] Bl. 112r-114v), 406-412 (Abb. von [c] und [a] Bl. 112r-114v). [online]
  • "Mit schönen figuren". Buchkunst im deutschen Südwesten. Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek Heidelberg und der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, hg. von Maria Effinger und Kerstin Losert, mit Beiträgen von Margit Krenn, Wolfgang Metzger und Karin Zimmermann (Schriften der Universitätsbibliothek Heidelberg 15), Heidelberg 2014, S. 67f. (Nr. I.20) [Wolfgang Metzger] (mit Abb. 35).
  • Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, begonnen von Hella Frühmorgen-Voss und Norbert H. Ott, hg. von Ulrike Bodemann, Kristina Freienhagen-Baumgardt, Pia Rudolph und Nicola Zotz, Bd. 6/5 (Heiltumsbücher - 'Herzog Ernst'), München 2015, S. 423-427 (Nr. 56.2.1) und Tafel 56.Ib.
Ergänzender Hinweis 1) Das der Stuttgarter Hs. von Busch 2001 zugeordnete, vor dem Ankauf entfernte, nach Köln gelangte Blatt [c] ist auf der recto-Seite leer und enthält auf der verso-Seite die Königs-Strophe und die ersten vier guten Ratschläge, denen auf Stuttgart 112r die ersten vier schlechten Ratschläge gegenüberstehen (G. Kornrumpf).
2) Nach Auskunft von Dr. Manfred Huiskes (Hist. Archiv der Stadt Köln) vom 24.7.2007 gilt das Fragment Best. 7050 (Frgm.) A 89 weiterhin als vermißt; Mikrofilmaufnahme und Rückvergrößerung liegen in Köln vor.
Mikrofilm von [b]: Hill Museum & Manuscript Library (Source 36383)
3) Die bisher unbekannte kodikologische Zugehörigkeit der Blätter [b] und [d] zur Stuttgarter Handschrift wurde im Februar 2017 von Regina Cermann (Wien) festgestellt.
  Mitteilungen von Regina Cermann, Gisela Kornrumpf, Sine Nomine
Jürgen Wolf / Jochen Schäfer (Marburg), Juni 2017

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