Aufbewahrungsort Privatbesitz Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, Nr. 1905/111,2031 [Verbleib unbekannt]
Fragment 1 Blatt
Beschreibstoff Papier
Inhalt 'Spiegelbuch'; s. Erg. Hinweis 2
Blattgröße 280 x 200 mm
Spaltenzahl 1
Versgestaltung Verse abgesetzt
Besonderheiten Federzeichnung (Jüngling mit Kurzschwert und Mönch, beide mit Spruchband, darin jeweils ein Reimpaar), leicht koloriert
Entstehungszeit 1. Hälfte 15. Jh. (Rosenthal S. 255)
Schreibsprache alem. (nordostschweizerisch?)
Abbildung Rosenthal, letzte Umschlagseite [= Seite mit Bild]
Literatur
  • Max Rieger, Das Spiegelbuch, in: Germania 16 (1871), S. 173-211 (S. 185ff. linke Spalte Text nach Darmstadt, Universitäts- und Landesbibl., Hs. 4073 [H]). [online]
  • Ludwig Rosenthal. Katalog 111. Seltene und kostbare Bücher, München [1905], S. 255 (Nr. 2031) und letzte Umschlagseite. [online]
  • Johannes Bolte, Das Spiegelbuch. Ein illustriertes Erbauungsbuch des 15. Jahrhunderts in dramatischer Form, in: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften, Phil.-hist. Klasse 1932, Berlin 1932, S. 130-171 und Tafel 1-2 (S. 152-170 linke Spalte Text nach St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 985 [F]).
  • Nigel F. Palmer, 'Spiegelbuch', in: 2VL 9 (1995), Sp. 134-138 (ohne dieses Fragment).
Archivbeschreibung ---
Ergänzender Hinweis 1) Das Blatt stammt, wie sich nach der Textidentifizierung mit Unterstützung von Ulrike Bodemann feststellen ließ, aus keiner bereits bekannten Hs. des 'Spiegelbuchs'.
2) Die 7 Verse auf der abgebildeten Seite oberhalb der Illustration (nicht vollständig lesbar; Schluß der dritten Rede des Mönchs) entsprechen weitgehend Darmstadt, Universitäts- und Landesbibl., Hs. 4073 (H), Bl. 3r-v (Rieger S. 201, v. 437-443), Trier, Stadtbibl., Hs. 852/1311 4° (T2), Bl. 343r; Gotha, Forschungsbibl., Cod. Chart. B 237 (G), Bl. 155r. Die Fassung in St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 985 (F), S. 386 (Bolte S. 155, v. 120-126) und Basel, Universitätsbibl., Cod. E VI 2 (B), Bl. 152r weicht ab.
Die andere Seite des Blattes dürfte den Anfang der Rede des Mönchs (Rieger v. 414-436) enthalten haben, also die r-Seite gewesen sein, da die 'Spiegelbuch'-Illustrationen in aller Regel auf den v-Seiten placiert sind. Auch in der Darmstädter Hs. (Bilder vorgesehen, aber nicht ausgeführt) laufen die längeren Abschnitte wie hier – und anders als in T2 und F – öfter von der r- auf die v-Seite über.
  Gisela Kornrumpf (München), Januar 2015

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