Handschriften­census

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Über­lieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

de | en

Akademievorhaben Handschriftencensus

HSC-Neuigkeiten

10. Juni 2026
Neues 'Bartholomäus'-Fragment in Tübingen

In der Konviktsbibliothek des Tübinger Wilhelmsstifts hat Michael Braunger (Tübingen) ein Fragment des 'Bartholomäus' entdeckt. Die zwei beschnittenen Doppelblätter wurden im Rahmen der Durchsuchung des dortigen gesamten Buchbestands entdeckt. Nach Einschätzung von Bernhard Schnell (Göttingen) datieren die in einem Druck aus dem 16. Jahrhundert (VD16 B 2199) als vordere und hintere Spiegelblätter verwendeten Bruchstücke in das erste Viertel des 14. Jahrhunderts. Ausführliche Informationen sowie ein Digitalisat bietet 'Fragmentarium'.

Der Hand­schriften­census ist eine Online-Datenbank zu sämtlichen deutsch­sprachigen Hand­schriften des Mittelalters (750-1520) weltweit. Er vereint basale Informationen zu Personen, Werken und ihrer Überlieferung. Darüber hinaus bietet er zu jedem Textzeugen eine überlieferungsgeschichtlich einschlägige Literaturauswahl und den Zugang zu Digitalisaten. Der Handschriftencensus versteht sich als zentrale Anlaufstelle zum Verzeichnen von Handschriften in ihren vielfältigen Ausprägungen, ihrer Datierung, Provenienz und ihrer inhaltlichen Ausrichtung, er ist außerdem ein professionelles Instrument für die wissenschaftliche Erforschung deutschsprachiger Schriftzeugnisse der Vergangenheit.

Seit 2017 ist der Handschriftencensus ein Vorhaben der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Gefördert von Bund und Ländern im Rahmen des Akademienprogramms der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften.