Handschriften­census

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Über­lieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

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Akademievorhaben Handschriftencensus

HSC-Neuigkeiten

18. August 2026
Bayerische Staatsbibliothek kauft Augsburger Gebetbuch

Beim Hamburger Auktionshaus Ketterer wurde am 18. Mai 2026 ein kostbares Augsburger Gebetbuch zum Verkauf angeboten (Hinweis Max Schmitz), das zuvor lange in Privatbesitz gewesen war. Auf Anfrage teilt Ursula Stampfer (München) mit, dass es der Bayerischen Staatsbibliothek gelungen ist, die prachtvolle Pergamenthandschrift aus der Bämler-Werkstatt zu erwerben. Bemerkenswert: Bei dem Cgm 9666 handelt es sich um die dritte Handschrift, die der Schreiber Leonhard Schielin im Jahr 1498 vollendet hat.

Der Hand­schriften­census ist eine Online-Datenbank zu sämtlichen deutsch­sprachigen Hand­schriften des Mittelalters (750-1520) weltweit. Er vereint basale Informationen zu Personen, Werken und ihrer Überlieferung. Darüber hinaus bietet er zu jedem Textzeugen eine überlieferungsgeschichtlich einschlägige Literaturauswahl und den Zugang zu Digitalisaten. Der Handschriftencensus versteht sich als zentrale Anlaufstelle zum Verzeichnen von Handschriften in ihren vielfältigen Ausprägungen, ihrer Datierung, Provenienz und ihrer inhaltlichen Ausrichtung, er ist außerdem ein professionelles Instrument für die wissenschaftliche Erforschung deutschsprachiger Schriftzeugnisse der Vergangenheit.

Seit 2017 ist der Handschriftencensus ein Vorhaben der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Gefördert von Bund und Ländern im Rahmen des Akademienprogramms der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften.