Handschriften­census

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Über­lieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

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Verbleib? Berlin und München! 

Die Staatsbibliothek zu Berlin und die Bayerische Staatsbibliothek konnten bei Auktionen des Buch- und Kunstantiquariats Reiss & Sohn in Königstein (Taunus) erfolgreich ihre Handschriftenbestände erweitern. Nach München ging eine 'Der Heiligen Leben'-Handschrift des 15. Jahrhunderts, deren Verbleib seit 1865 unbekannt war. Die Berliner Staatsbibliothek erwarb ein Fragment des 14. Jahrhunderts von Strickers 'Karl der Große', das zur selben Handschrift gehört, wie ein in Berlin bereits vorhandenes 'Karl'-Fragment.
Daniel Könitz | 30. Januar 2026

Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters 

Neu erschienen:
Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, begonnen von Hella Frühmorgen-Voss und Norbert H. Ott, hg. von Kristina Freienhagen-Baumgardt, Alisa Neumann, Pia Rudolph und Nicola Zotz, Bd. 11,4/5 (Speculum humanae salvationis - Trojanerkrieg), München 2025.

Die Doppellieferung enthält Beschreibungen und Farbabbildungen zu den Stoffgruppen 120 bis 130.
Daniel Könitz | 28. Januar 2026

Neuer Maniculae-Beitrag 

Michael Redeker, Das verlorene Papiervorsatzblatt des Sangallensis 857, in: Maniculae 7 (2026), S. 1-3. [online]
Daniel Könitz | 27. Januar 2026

Exzerpte von Mechthilds von Hackeborn: 'Liber specialis gratiae' 

In der geistlichen Sammelhandschrift St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 973 steht zwischen Gertruds von Helfta 'Ein botte der götlichen miltekeit' und Christine Ebners 'Leben und Offenbarungen' ein unbekanntes Textstück mit dem Incipit: Vnser Herr lertt Sant mechtild ain kloster frowen Also man lisst in ir offenbarung vnd sprach z[u] ir. Wie jetzt mitgeteilt wurde, handelt es sich bei dem auf S. 480-484 überlieferten Text um einen Auszug aus Mechthild von Hackeborn: 'Liber specialis gratiae', dt. Die Identifizierung gelang Larissa Herzog und Björn Buschbeck (Zürich).


Markéta Trillhaase | 26. Januar 2026

Online-Datenbank MMDC nicht mehr verfügbar 

Laut einer Mitteilung der Königlichen Bibliothek Den Haag ist die Online-Datenbank 'Medieval Manuscripts in Dutch Collections' (MMDC) seit dem 15. Dezember 2025 nicht mehr online verfügbar. Damit laufen die im 'Handschriftencensus' bei mehr als 730 Beschreibungen eingetragenen Direktverlinkungen ("Zur Beschreibung") ins Leere bzw. zur Startseite der KB Den Haag. Auf Nachfrage wurde dem 'Handschriftencensus' mitgeteilt, dass die Bibliothek bereits an einer Lösung arbeite, um die Informationen aus MMDC zeitnah wieder anbieten zu können. Aus diesem Grund verbleiben die Verweise auf MMDC vorerst im 'Handschriftencensus'. Die entsprechende Literaturangabe wurde jedoch um den Hinweis "seit Dez. 2025 nicht mehr online verfügbar" ergänzt.
Daniel Könitz | 16. Januar 2026

Neue Maniculae-Beiträge 

Otfried Krafft, Kein Fragment. Zur Überlieferung der 'Arnsberger Reformation' der westfälischen Feme, in: Maniculae 6 (2025), S. 23-26. [online]


Andreas Lehnardt, Ein hebräisches Fragment zu den Judenverfolgungen im Rheinland aus dem Stadtarchiv Schweinfurt, in: Maniculae 6 (2025), S. 27-31. [online]
Daniel Könitz | 12. Dezember 2025

Neue Digitalisate der Utrechter Universitätsbibliothek 

Klaus Graf teilt mit, dass die Universitätsbibliothek Utrecht nahezu alle volkssprachigen mittelalterlichen Handschriften digitalisiert und im Internet zugänglich gemacht hat. Die Farb-Digitalisate sind über die jeweiligen Einträge im 'Handschriftencensus' erreichbar.


Markéta Trillhaase | 3. Dezember 2025

Tagungsband erschienen: 'Quelle & Deutung IX' 

Im Zusammenhang mit der Reihe 'EC-Beiträge zur Erforschung deutschsprachiger Handschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit' ist jetzt der neunte Band der etablierten Reihe 'Quelle & Deutung' erschienen. Er versammelt die thematisch vielfältigen Beiträge der vom Germanistischen Seminar des Eötvös-József-Collegiums am 20. November 2024 in Budapest veranstalteten Tagung. Ein PDF mit allen Beiträgen ist online frei zugänglich.
Daniel Könitz | 28. November 2025

Neuer Aufbewahrungsort im HSC: Inzigkofen 

Eine zuletzt von der Kunsthandlung 'Les Enluminures' zum Verkauf angebotene Handschrift des 15. Jahrhunderts mit Ottos von Passau 'Die 24 Alten' konnte erfreulicherweise von der Volkshochschule im alten Kloster Inzigkofen erworben werden. Auf die Erwerbung hatte Klaus Graf Anfang Oktober hingewiesen. Ein Besitzvermerk in der Handschrift belegt, dass der Codex aus dem Augustinerchorfrauenstift Inzigkofen stammt und somit nach langer Zeit jetzt wieder an seinen Ursprungsort zurückgekehrt ist. Die Handschrift wird im Museum der Volkshochschule aufbewahrt. Weitere Informationen bietet der 'Handschriftencensus'.
Daniel Könitz | 13. November 2025

Neues Fragment des 'Jenaer Martyrologiums' in Halle 

Pieter Beullens (KU Leuven) teilt mit, dass in der Universitäts- und Landesbibliothek in Halle ein neues Fragment des 'Jenaer Martyrologiums' entdeckt wurde. Bei dem Fragment handelt es sich um einen Querstreifen eines Pergamentdoppelblattes, der sich als Einbandmakulatur in der Inkunabel Kr 944 befindet. Ein mit der Unterstützung von Matthias Eifler (UB Leipzig) vorgenommener Vergleich mit dem jüngst von ihm im Katalog zu den 'Kleinsammlungen mittelalterlicher Handschriften in Ostdeutschland' beschriebenen Naumburger Fragment des 'Jenaer Martyrologiums' ergab, dass beide Stücke Teile derselben Handschrift darstellen. Beschreibung und Digitalisat des Hallenser Fragments finden sich bei Fragmentarium, eine Beschreibung des Codex discissus bietet der 'Handschriftencensus'.
Daniel Könitz | 6. November 2025